Die Konferenz der Kirchen am Rhein (KKR) wurde 1961 auf dem Liebfrauenberg im Elsass gegründet. Sie entstand aus der grenzüberschreitenden Versöhnungsarbeit von Evangelischen Kirchen am Oberrhein. Daraus erwuchs eine europäische konzeptionelle Arbeit von mittlerweile sechs Ländern längs des Rheins und der Mosel (Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz).
Schon lange vor der Unterzeichnung der Leuenberger Konkordie 1973 hatte sich entlang des Rheins ein Zusammenschluss von Kirchen gebildet, der innerprotestantische grenzüberschreitende Ökumene anstrebte. Der Rhein sollte als Grenzfluss zum Symbol der Versöhnung in Europa werden.
Neben jährlich stattfindenden Konferenzen mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenleitungen zu aktuellen Themen bestimmt der Ausschuss der KKR die Themen und Aktionen der grenzüberschreitenden Aktivitäten.
KONFERENZ DER KIRCHEN AM RHEIN Regionalgruppe der GEKE
2008 hat sich die KKR, deren Mitglieder auch alle der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) angehören, in Paris als Regionalgruppe der GEKE neu konstituiert.
Die KKR sieht als eine ihrer Hauptaufgaben die Diskussion und Durchsetzung sozialethischer und Menschenrechtsthemen sowie Fragen der Pluralität der Religionen in den Mitgliedskirchen an. Über die thematische Arbeit hinaus bieten die Treffen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch der Kirchen untereinander. So legen sie den Grund für ein besseres gegenseitiges Verstehen und gemeinsame grenzüberschreitende Projekte und Verlautbarungen und bringen nicht zuletzt die spezifischen Erfahrungen der Regionen in die Arbeit der GEKE ein.
Als besondere Aufgabe innerhalb der GEKE wird sich die KKR in den nächsten Jahren vornehmlich um die Fort- und Weiterbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mitgliedskirchen der GEKE widmen. Mit dem Sitz in Strassburg, die europäische Hauptstadt mit reiche kulturelle und humanistische Vergangenheit, ist die KKR sozusagen für diese Aufgabe prädestiniert.
Präsident der KKR ist zurzeit Herr Christian Albecker, Präsident der Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL), Generalsekretär ist seit 2012 der Landauer Pfarrer und ehemalige Dekan von Landau in der Pfalz, Rudolf Ehrmantraut. Pfarrer Sören Lenz ist seit 2018 zuständig für das Kontaktbüro der KEK und KKR in Strasbourg
Mitgliedskirchen der KKR:
Reformierte Landeskirche Aargau
Evangelische Landeskirche in Baden
Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Landschaft
Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt
Protestantische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses von Elsass und Lothringen
Reformierte Kirche von Elsass und Lothringen
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Evangelische Kirche im Fürstentum Lichtenstein
Evangelische Kirche von Luxemburg/Eglise Protestante du Luxembourg
Evangelische Kirche H.B. in Österreich
Evangelische Kirche der Pfalz
Evangelische Kirche im Rheinland
Evangelisch-reformierte Kirche Kanton Schaffhausen
Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen
Evangelische Kirche in Würtemberg
Mehrere europäische Institutionen (Europarat, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte und das Europaparlament) haben ihren Sitz in Strassburg. Deshalb gründeten 1978 einige Mitgliedskirchen der KKR ein ökumenisches Sekretariat in der elsässischen Metropole. Zusammen mit der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) der auch orthodoxe, anglikanische, alt-katholische und methodistische Kirchen angehören, entstand ein „Büro Strassburg“. Es ist ein Ort der Präsenz der Kirchen gegenüber den Europäischen Einrichtungen mit dem Schwerpunkt in Menschenrechtsfragen.