Einmal monatlich kommen in der Theologischen Erwachsenenbildung an einem Mittwoch-Nachmittag von 15:00 bis 16:30 Uhr Erwachsene zusammen, um sich über Themen der Bibel und des Glaubens (inklusive Ethik) auszutauschen. In dieser Gruppe finden sich alle Richtungen des Glaubens wieder und ergänzen sich zu einem fruchtbaren Miteinander.

Programm für die Monate September 2022 bis Januar 2023

14.09.2022          Die Erde gehört nicht den Menschen – Die Rede des Häuptlings Seattle

Im Jahre 1855 wurde der Indianerhäuptling Seattle von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika aufgefordert, das Gebiet seines Stammes an den „weißen Mann“ zu verkaufen. Er antwortete dem Präsidenten Franklin Pierce in einer weisen Rede, die bis in unsere Tage nichts an Aktualität, Aussagekraft, Klarheit und Weitsichtigkeit verloren hat. Seine Rede klagt die Naturfremdheit und den egoistischen Naturhass des „weißen Mannes“ an. Diese Rede sagt alles, was zu sagen ist.

12.10.2022          Evangelisch – Katholisch – auf den Punkt gebracht

Humorlose Protestanten, protzige Katholiken – und Klischees, die nicht (mehr) passen und keiner braucht. Religiöser Prunk und heilende Kräfte, Kirche, Politik und Medizin, Reformation im 21. Jahrhundert und vieles mehr. Angeregt von einem Streitgespräch zwischen dem evangelischen Arzt und Kabarettisten Eckart von Hirschhausen und der katholischen Politikerin und Ministerpräsidentin Julia Klöckner wollen wir über das Verhältnis der beiden Konfessionen gemeinsam diskutieren.

16.11.2022           Die Entstehung der Tora – Die 5 Bücher Mose

Mit dem Zeitalter der Aufklärung begann in Europa auch die historisch-kritische Erforschung der Bibel. Seit dem 18. Jahrhundert wurde die Bibel nicht mehr nur in ihrer Funktion als geoffenbartes Wort Gottes rezipiert, sondern auch in ihrer Gestalt als historisch gewachsenes Buch wahrgenommen und untersucht. So wird z.B. angenommen, dass die Tora aus verschiedenen, einst selbständigen Quellenschriften entstanden und durch Redaktionen immer wieder überarbeitet worden sei. Diese Quellenschriften sind: Jahwist (J) um 950 v. Chr., Elohist (E) um 800 v. Chr., Priesterschrift (P, um 550 v. Chr. und (Ur-)Deuteronomium (D) aus dem 7. Jh. v. Chr. Sie liegen uns heute nicht mehr vor, sondern können nur noch mittels der Methoden der historischen Kritik rekonstruiert werden.

14.12.2022          Die Symbolik von Weihnachten – Märchen mit Sylvie Beythan

Viele Märchen und Erzählungen gibt es gerade für die Weihnachtszeit. Mit Sylvie Beythan, die uns einige Märchen „mitbringen“ und erzählen wird, wollen wir dabei wieder über die verwendete Symbolik dieser Geschichten ins Gespräch kommen.

18.01.2023          „Tut Gutes! Sucht das Recht!“ (Jesaja 1,17) – Bibelgespräch zur Woche der Einheit der Christen

Der Prophet Jesaja lehrte, dass Gott jederzeit und in allen Bereichen des Lebens Recht und Gerechtigkeit von uns allen verlangt. Unsere heutige Welt spiegelt in vielerlei Hinsicht die Herausforderungen der Spaltung wider, denen Jesaja mit seiner Botschaft entgegentrat. Gerechtigkeit, Recht und Einheit entspringen Gottes tiefer Liebe zu jedem von uns und sollen nach Gottes Willen auch unseren Umgang miteinander bestimmen. Gottes Verheißung, eine neue Menschheit „aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ (Offb 7,9) zu schaffen, ruft uns zu dem Frieden und der Einheit auf, die Gott seit Anbeginn für die Schöpfung will und die die Welt unserer Tage so dringend nötig hat.