Geschichte der Dreifaltigkeitskirche

Um 1333 ließ Friedrich von Meysenburg dort, wo heute die Dreifaltigkeitskirche steht, eine
Kapelle errichten. Ein 1602 hinzugebautes Kloster wurde 1628 an die „Chanoinesses de St. Augustin de la Congrégation de Notre-Dame“ verkauft. Bei der Belagerung der Stadt durch die Truppen Ludwigs XIV. wurden Kirche und Kloster zerstört, danach jedoch wieder aufgebaut. 1730 erlaubte der Erzbischof von Trier einen Neubau der Kirche nach Plänen des Augustinerbruders Josef Walter. Der Bau wurde 1745 eingeweiht und war das erste große Barockgebäude in der Stadt Luxemburg. Zeitweise lebten in dem Kloster 35 Schwestern und 300 Schülerinnen. Die Gebeine der „Chanoinesses“ wurden bis 1785 in der Krypta der Dreifaltigkeitskirche beigesetzt. 1795, nach der Einnahme Luxemburgs durch die französischen Revolutionstruppen, wurde die Kirche zuerst als Scheune, dann als Festsaal verwendet. 1798 zogen die Schwestern fort.


Evangelisch seit 1817
Nach dem Wiener Kongress ging die Kirche 1817 an die preußische Garnison, die dort
evangelische Gottesdienste abhielt. 1890 übernahm die evangelische Dynastie Nassau-
Weilburg den luxemburgischen Thron, und die Dreifaltigkeitskirche wurde Hofkirche, bis das Herrscherhaus Anfang des 20. Jahrhunderts wieder katholisch wurde.


Eine offene Kirche
Die Dreifaltigkeitskirche ist jeden Tag geöffnet und zieht pro Jahr mehr als 10.000 Besucher an. In der Kirche finden auch regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt.
(Text nach Prof. Alex Langini)