Generalversammlung 2020

Antworten auf die Fragen aus der Gemeinde an das Konsistorium

 

Vorbemerkung:

Die Kirchenglieder, die Fragen gestellt haben, werden nicht genannt.

Wenn die Antwort auf eine Frage bereits in den versandten Dokumenten enthalten ist, wird sie hier nicht wiederholt.

 

  1. Zu der Entscheidung, die Generalversammlung schriftlich abstimmen zu lassen, anstatt sie auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben

Die Entwicklung der Pandemie und der Schutzmaßnahmen erlaubt es nicht, vorherzusehen, von welchem Datum an es möglich sein wird, Versammlungen unter Bedingungen stattfinden zu lassen, die den Schutz der Teilnehmer vor einer möglichen Infektion sicherstellen. Das Konsistorium hat es nicht für angebracht gehalten, die jährliche Generalversammlung für 2020 und die Entscheidungen, die sie zu treffen hat, für unbestimmte Zeit in der Schwebe zu lassen.

 

  1. Unterschrift einiger Anlagen zur Einladung

Es besteht keine Notwendigkeit, jede Anlage zur Einladung getrennt zu unterschreiben. Das Konsistorium ist verantwortlich für die Einladung und alle Anlagen.

 

  1. Zu den Gerichtskosten

Der Betrag der Gerichtskosten umfasst die Honorare der Anwälte, die die Kirche und das Konsistorium vertreten, um sie in den Verfahren, die von anderen Personen gegen sie eingeleitet wurden, zu verteidigen, die Kosten, die an die Gerichte und in bestimmten Fällen an die Gegenpartei zu zahlen sind und die Kosten der Ernennung eines Verwalters für die Organisation der nächsten Wahl des Konsistoriums.

Die Verteidigung der Rechte der Kirche, wenn sie vor Gericht gezogen wird, gehört zur Verantwortung des Konsistoriums. Die Fragen, die im Rahmen dieser Rechtsstreitigkeiten aufgeworfen werden, sind wichtig für das zukünftige Funktionieren der Kirche.

Das Konsistorium ist der Auffassung, dass die Identität der Empfänger für die Entscheidung der Generalversammlung über diese Ausgabe nicht relevant ist.

 

  1. Zur Kirchensekretärin

Wir erinnern daran, dass das Gehalt der Kirchensekretärin nach den vor der Trennung von Kirche und Staat geltenden Regeln durch den Staat übernommen wurde. Nachdem die Sekretärin wegen des von Seiten einiger Gemeindemitglieder erlittenen Mobbings in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden musste, muss die Stelle des Kirchensekretärs, dem die Kirchenordnung verantwortungsvolle Aufgaben überträgt, die erheblich anspruchsvoller sind als die eines normalen Büroangestellten, nunmehr direkt von der Kirche finanziert werden, was sowohl finanziell als auch organisatorisch und menschlich der Kirche und ihren Gliedern schweren Schaden zufügt. Außerdem hält das Konsistorium es in der aktuellen Situation, in der durch einige Kirchenglieder und ihren Anwalt fortwährend Gerichtsverfahren geführt werden, für unangemessen, eine weitere Person der Gefahr aussetzen, durch solche Verfahren in der Weise drangsaliert zu werden, wie es für die frühere Sekretärin der Fall war.

 

  1. Zur Finanzlage des Evangelischen Gemeindezentrums in Clausen

Das Evangelische Gemeindezentrum in Clausen hat die Kirche bis jetzt mit erheblichen Kosten belastet, da ein früheres Konsistorium die unglückliche Entscheidung getroffen hatte, die Kirche langfristig hoch zu verschulden, um das Gemeindezentrum umzubauen (wobei es sich nicht um eine Restaurierung des Gebäudes handelte, die angesichts seines Alters nötig wäre), wobei zu berücksichtigen ist, dass die Kirche nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt und das alte Gebäude kontinuierlich Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten erfordert. Nach der Trennung von Staat und Kirche und dem Wegfall der jährlichen Unterstützung in Höhe von 25.000 € musste das Konsistorium Lösungen finden, um weiterhin das Gemeindezentrum mit Leben zu füllen und die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Dank gezielter Maßnahmen, insbesondere durch die Nutzungsüberlassung von Räumen des Gemeindezentrums, belastet die Finanzlage des Gemeindezentrums die Finanzen der Kirche nicht mehr so schwer wie bisher.