Ökumenischer Kreuzweg der Jugend 2020

Donnerstag  – jeudi  09.04.2020

Mein Gott, ich bin mitten im Leben und doch ganz allein. Meine Einsamkeit fühlt sich an wie der Tod. Mein Gott, niemand ist bei mir. Ich bin getrennt, vom Leben und von Dir. Mein Gott, wo soll ich noch hin, wo kann ich noch sein, wo ist meine Rettung?

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Mon Dieu, je suis en pleine vie et pourtant, je suis tout seul. Ma solitude ressemble à la mort. Mon Dieu, personne n’est à mes côtés. Je suis séparé de la vie et de toi. Mon Dieu, où aller, vers quoi m’orienter, où trouver mon salut?

 

Mittwoch – mercredi 08.04.2020

Immer wieder holt der Mann weit aus und lässt seine Waffe schwingen. Er zielt auf den Rücken, er zielt auf sein Opfer. Jesus schaut einerseits erschöpft zu Boden, erträgt die Demütigung. Andererseits blickt Er ruhig auf die Erde, weist mit der Hand auf sie, weil das irdische Wirklichkeit ist. Er ist gekommen, um sie zu erlösen, unsere Lebenswelt

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Encore et encore l’homme lève la main pour frapper avec son arme. Il vise le dos, il vise sa victime. Jésus porte son regard vers le sol, épuisé, souffre l’humiliation. D’autre part, son regard dirigé vers le sol est calme, sa main montre sur le sol, la réalité terrestre. Il est venu nous délivrer en ce monde.

 

Dienstag – mardi  07.04.2020

Zumutung Tod – Was geht in einem Menschen vor, der ein Familienmitglied, seinen Freund oder seine Hoffnung sterben sieht? Die Begegnung mit dem Tod, mit dem Ende, mit der Grenze der eigenen Möglichkeiten ist kaum auszuhalten: Und doch wird uns in diesem Leben diese unmögliche Frage zugemutet. Diese Frage bewegt uns, sie bewegt aber auch den Jünger Johannes, der unter dem Kreuz des gestorbenen Jesus steht und seine Körpersprache und sein Blick sind klar zu deuten: Verzweiflung.

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Montag – lundi 06.04.2020

Wir sehen Jesus, wie er zu seiner Grablegung getragen wird.  Sterben, beerdigen, loslassen von einem geliebten Menschen, das war damals nach der Kreuzigung Jesu ein Thema, aber damit sind wir ganz persönlich immer wieder konfrontiert, und mit jedem geliebten Menschen geht uns auch ein Stück von uns selbst verloren. Doch manchmal ist es auch gut, wenn man loslassen kann, abgeben, zu Grabe tragen kann, eine schlechte Idee, ein gescheitertes Projekt, einen Vertrag. Wir sind schon oft in unserem Leben an die eigenen Grenzen gekommen, das menschenmögliche haben wir gemacht, geschafft, aber dann merken wir: jetzt geht es nicht mehr weiter.  Heute vielleicht die Gelegenheit, sich des eigenen Scheiterns nicht zu schämen, sondern es anzunehmen und sich zu fragen:Welche Dinge willst du ins Grab legen? Wo erhoffst du dir Auferstehung?

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dimanche – Sonntag 05.04.2020

Heute noch bejubelt beim Einzug in Jerusalem – doch schon bald sind Jesus die Hände gebunden. Sein Schicksal – Leben oder Tod? Es liegt nicht mehr in seiner Hand, ihm sind die Hände jetzt gebunden. Pontius Pilatus – sein Richter! Er legt das Urteil in die Hand des Volkes – direkte Demokratie? – ein Urteil im Namen des Volkes? – es scheint so. Die Jesus „Hosanna“ zugejubelt haben- jetzt rufen sie „Kreuzigt ihn“. Wer hilft ihm noch, wer zeigt nicht mit dem Finger auf ihn – wer leistet Widerstand? Fragen, vor denen wir jeden Tag stehen, machen wir mit, zeigen mit dem Finger auf jeden, den uns Gerüchte, Berichte,oder die öffentliche Meinung zum Urteil vorführen oder schwimmen wir gegen den Strom?

6.März

 


samedi – Samstag  04.04.2020

Noch geht es – noch hat er die Kraft, den Karren zu ziehen, aber es ist anstrengend, und es wird schwer, es gibt Widerstand – – schon bald werden sie ihn, den sie mit Hosanna in Jerusalem empfangen, beschimpfen, anschreien und in den Tod schicken. Trotzdem wissen wir: die Anstrengung war nict umsonst, viele werden getröstet und können neue Hoffnung schöpfen, weil dieser eine diese Mühe auf sich genommen hat – es war nicht vegeblich!

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vendredi – Freitag 03.04.2020

Joseph von Arimathäa und Nikodemus weisen uns darauf hin, dass da noch mehr ist als Scheitern, Verrat und Tod. Ihre Solidarität erzählt schon etwas von dem österlichen MEHR, das auf uns zukommt.

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Joseph d’Arimathie et Nicodème nous enseignent qu’il existe plus que échec, trahison et mort. Leur solidarité témoigne de Pâques et la valeur que cela comporte pour nous.

 

 

Von den Materialien des diesjährigen Projektes ICON inspiriert, stellen wir hier in der Woche vor Ostern Bilder und kurze Impulse zur Verfügung, die uns in diesen Tagen Trost und Ermutigung aus Jesu Weg ans Kreuz und dem Wunder der Auferstehung schenken sollen.

freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:Verlag und Agentur Altenberg GmbH im Jugendhaus Düsseldorf e.V. produziert den Jugendkreuzweg, eine gemeinsame Aktion der afj-aek-bdkj - Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der deutschen Bischofskonferenz (afj) und Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), beide Düsseldorf, sowie Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), Hannover.